Labour Market Impact Assessment

Wie die Zeitung Toronto Star berichtet, führt eine Flut von Anträgen von LMIAs zu längeren Bearbeitungszeiten für Überprüfung und deren Bewilligung. Labour Market Impact Assessments (LMIA) sind behördliche Abklärungen des Ministeriums für Beschäftigung und Arbeit (ESDC) zur geplanten Stellenbesetzung durch Ausländer und für viele (aber nicht alle) Anträge auf eine Arbeitsbewilligung eine notwendige Voraussetzung.

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Eine positive LMIA ("Labour Market Impact Assessment") ist in den vielen Fällen eine Voraussetzung, um eine Arbeitserlaubnis ("work permit“) für Kanada beantragen zu können. Eine LMIA bringt zusätzliche Punkte beim Antrag auf Daueraufenthalt.

Der LMIA-Prozess ist für Arbeitgeber oft ein zu aufwendiges und kostspieliges Unterfangen, um einen ausländischen Arbeitnehmer einstellen zu wollen. Um einem ausländischen Temporärarbeiter für einen Job in Kanada überhaupt anstellen zu können, muss der (kanadische) Arbeitgeber (und nicht der Arbeitnehmer) den LMIA-Prozess starten. So muss zuallererst die Stelle in verschiedenen Medien während 30 Tagen ausgeschrieben werden. Bei erfolgloser Suche kann der Arbeitgeber eine LMIA für die spezifische Stelle bei "Employment and Social Development", (EDCS) beantragen. In diesem 'Gutachten' wird unter anderem abgeklärt, warum für die fragliche Stelle keine kanadische Arbeitskraft eingestellt wird, ob der potenzielle Arbeitnehmer über die nötigen Rahmenbedingungen für die Einstellung einer ausländischen Arbeitskraft verfügt und ob das Gehalt und die Arbeitsbedingungen den üblichen Standards entsprechen. Die 'Opinion' wird zu Handen der Einwanderungsbehörden formuliert.

Es gibt jedoch viele Situationen, wo für die Erteilung einer Arbeitsbewilligung keine LMIA Voraussetzung ist. So beispielsweise für:
  • Ehepartner von FacharbeiterInnen (NOC 0,A,B) oder StudentInnen
  • Programme, die unter International Experience Canada laufen (Working Holiday, Young Professionals, Coop/Praktikum)
  • Atlantic Immigration Pilot Program, ein “Fachkräfte-Beschaffungsprogramm” für die Atlantikprovinzen (Nova Scotia, Prince Edward Island, New Brunswick und Newfoundland & Labrador)
  • Dienstleistungsanbieter im Rahmen des CETA-Abkommens
  • Innerbetriebliche Versetzung (Intra-company transferee); entweder als Führungskraft oder Spezialisten (vgl. CETA)
  • Mobilité francophone, ein Programm, dass die "frankophone" Einwanderung ausserhalb Quebecs fördern soll
  • "Significant Benefit": Nachweis und Überzeugungskraft, dass Kanada von der Geschäftsidee "signifikant" profitieren wird.
Eine LMIA kann aber hilfreich sein, falls man beabsichtigt, eine Daueraufenthaltsbewilligung zu bekommen. Sie gibt nämlich wertvolle Punkte, beispielsweise bei der geplanten Immigration via Express-Entry.
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