Einreiseverbot nach Kanada: Gründe, weiteres Vorgehen

Kanada behält sich vor, Personen an der Grenze abzuweisen und auf Basis der Immigrationgesetzgebung als "inadmissible" zu erklären. Gründe können beispielsweise medizinischer Art sein, eine kriminelle Vergangenheit oder die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.
Ein bekanntes Beispiel ist "Trunkenheit im Verkehr", ein Vergehen, das eine Abweisung zur Folge haben kann.
Obwohl Kanada im Land seit Herbst 2018 mit dem "Cannabis Act" den privaten Konsum von Canabis legalisiert hat, kann der immer noch illegale "Import" bei der Einreise dazu führen, dass man ebenfals abgewiesen wird.

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Folgende Gründe können dazu führen, dass ein Visum, eine eTA oder die Einreise nach Kanada verweigert wird oder das Land verlassen werden muss.
  1. Gefährdung der öffentlichen Sicherheit (Spionage, subversive Aktivitäten, Terrorismus)
  2. Menschenrechtsverletzung (Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Mitglied einer Regierung, die solche verbrechen begangen hat)
  3. Begehen einer Straftat
  4. Mitglied/ Teilnahme an organisiertem Verbrechen (Menschenschmuggel, Geldwäscherei)
  5. medizinische Gründe (Gefährdung der öffentlichen Gesundheit bzw. öffentlichen Sicherheit, zu starke Belastung der Gesundheits- und Sozialleistungen)
  6. finanzielle Gründe
  7. falsche Darstellung eines Sachverhaltes (insbesondere im Zusammenhang mit dem kanadischen Einwwanderungsgesetz)
  8. Übertretung von Bestimmungen des Einwanderungsgesetzes
  9. ein Mitglied des “engen” Familienkreises, das selber mit einem Einreiseverbot belegt ist.
Die grösste Überraschung dürfte in meisten Fällen der Punkt "Begehen einer Straftat" spielen. Was im Heimatland als Kavaliersdelikt gelten kann, kann im kanadischen Strafrecht als ein Vergehen oder gar Verbrechen geahndet werden. Das bekannteste Beispiel ist das "Fahren unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen" (bzw. in der Schweiz als "Fahren im angetrunkenen Zustand" bekannt), welches im Ausland viel milder sanktioniert wird als in Kanada. Unter dem Einwanderungsgesetz werden aber im Ausland begangene Straftaten am kanadischen Strafgesetzbuch gemessen - und mittlerweile wird eben dieses unter dem Begriff "Driving under Influence" (DUI) in Kanada als schwere Straftat ("serious criminality") verfolgt. Das heisst: Im Ausland begangenes DUI - wie übrigens auch wenn in Kanada begangen - kann für Besucher, Studenten, Arbeiter wie auch Daueraufenthalter schwere Konsequenzen haben. - Sie können abgewiesen oder abgeschoben werden.

Sieht sich jemand mit Inadmissibility-Faktoren konfrontiert, dann hilft nur ein genaues Assessment, ob und in welcher Art und Weise mit dieser Sperre umgegangen werden kann.
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