Innerbetriebliche Entsendung nach Kanada

Im Rahmen einer "Innerbetriebliche Entsendung" können Fachkräfte vom ausländischen Unternehmen in Mutter- oder Tochtergesellschaft oder Zweigniederlassung nach Kanada geschickt werden. Bedingungen sind unter anderem, dass beide Unternehmen während der Entsendung Geschäftsaktivitäten ausführen müssen.

Der Zweck einer Entsendung kann zum Beispiel der Aufbau einer Organisation in Kanada oder der Ausbau der Geschäftstätigkeit sein.

Arbeitserlaubnis: Dabei muss man nur eine Arbeitserlaubnis zu beantragen. Der im Regelfall nötige LMIA-Prozess entfällt.

Die Möglichkeit eines "Intra-Company Transfers" steht allen Nationalitäten offen. Zusätzlich gibt es für Bürger der Europäischen Union noch die Möglichkeit, im Rahmen des CETA ebenfalls Mitarbeiter zu entsenden.

Qualifikation für "Intra-Company Transfer": Leitende Rolle (Geschäftsführer, Senior Manager, also NOC 0 oder 00) oder als Fachspezialist/Experte beim ausländischen Unternehmen übernehmen ähnliche Rollen im kanadischen Unternehmen. Sie müssen beim ausländischen Unternehmen im Zeitpunkt des Antrages auf Arbeitserlaubnis angestellt sein und auch seit mindestens einem Jahr innerhalb der letzten drei Jahren dort angestellt gewesen sein. Für Spezialisten/Experten gilt eine relativ strenge und enge Definition, bei der unter anderem verlangt wird, dass sie sich über ein "hohes Mass an unternehmenspezifischem Wissen und hohem Fachwissen" auszeichnen können.

Unter CETA-Akommen mit Kanada gibt es für EU-Bürger die Möglichkeit, neben Managers und Spezialisten zusätzlich auch noch Graduate Trainee nach Kanada zu entsenden. Verlangt wird dabei unter anderem ein Universitätsabschluss.

Maximale Dauer Arbeitserlaubnis:
  • Geschäftsführer/Senior Manager: 7 Jahre (4,5 Jahre unter CETA)
  • Fachspezialist/Experte: 5 Jahre (4,5 Jahre unter CETA)
  • Graduate Trainees (CETA): 1 Jahr


Für Auswanderungswillige: Das innerbetriebliche Entsenden von Arbeitskräften (Intra Company Transfer) bedeutet, mittels einer temporären Arbeitserlaubnis in Kanada arbeiten zu können und dabei mindestens 1 Jahr kanadische Arbeitserfahrung (und damit z.B. Express-Entry-Punkte) sammeln zu können. Ein aus dem Aufenthalt resultierendes lokales (LMIA-gestütztes) Stellenangebot gäbe weitere Punkte.
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