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Go West
[31.08.2012]
Der Arbeitsmarkt in der Provinz Alberta läuft wie geschmiert, Platz 1. Zu diesem Schluss kommt die in Kanada beheimatete 'Denkfabrik' Fraser Institute. Sie hat Arbeitsmarktdaten aus allen 50 US-Bundesstaaten und 10 Provinzen in Kanada auf Kriterien wie das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen, (Dauer) der Arbeitslosigkeit, Produktivität verglichen. Die Ergebnisse wurden in der Studie Measuring Labour Markets in Canada und the United States (2012 Edition) kürzlich publiziert.
In Bezug auf die Stärke der Arbeitsmarktentwicklung haben die untersuchten 10 Provinzen unter 60 'Teilnehmenden' wie folgt abgeschnitten:
- 1. Alberta
- 2. Saskatchewan
- 5. Manitoba
- 7. British Columbia
- 11. Quebec
- 13. Newfoundland & Labrador
- 16. Ontario
- 19. Price Edward Island
- 21. New Brunswick
- 21. Nova Scotia
Alle Provinzen in Kanada verzeichnen positive Zahlen beim Schaffen von neuen Stellen, wenn auch dieses Resultat in Nova Scotia und New Brunswick nur dank Jobwachstum in der öffentlichen Verwaltung bewerkstelligt werden konnte. Die durchschnittliche Arbeitslosigkeitsrate bewegt sich zwischen den Spitzenreitern 3,8% in Saskatchewan, 4,1 % in Manitoba und 4,4% in Alberta und dem Schlusslicht auf dem 60. Platz: Newfoundland & Labrador mit 12.2%. Im Vergleich zum südlichen Nachbarn gelingt es aber Stellensuchenden in Kanada (auch in Newfoundland & Labrador) relativ rasch wieder einen Job zu kommen. Nicht überraschend zeichnet die Produktivität (BIP pro Kopf) in Kanada ein durchzogenes Bild: Alberta, Newfoundland und Saskatchewan sind top, der Rest der Provinzen liegt (weit) abgeschlagen in der unteren Hälfte des Tableaus mit New Brunswick, Nova Scotia und PEI auf den allerletzten Plätzen.
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Geht's (weiter) aufwärts?
[29.03.2012]
Trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld prognostiziert die OECD für Kanadas Wirtschaft eine positive, wenn auch fragile Entwicklung für 2012. Und weitere gute Nachricht für das Land: Auch die US-Wirtschaft (noch immer Kanadas grösster Exportmarkt) scheint sich auch zu erholen. Allerdings basieren dieses Szenarien unter anderem darauf, dass der Oelpreis stabil bleibt und dass die hartnäckig hohe Privat-Verschuldung in Kanada abgebaut werden kann. (Artikel im GlobeandMail)
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Bye Rezession (for now)
[14.01.2011]
Jetzt ist es auch statistisch untermauert. Die vergangene Rezession in Kanada (2008 - 2009) war im Vergleich zu früheren schwächer, die Talfahrt ins Wirtschaftsloch aber unvergleich steiler. Nicht zuletzt wegen dem staatlichen Stimulus-Programm und dem generellen Anziehen der Konjunktur sind in Kanada die Wirtschaftsleistungen und die Arbeitslosenraten - als erstes G7-Land - wieder auf Vor-Rezession-Niveau zurückgekehrt. Der weitere Trend? Der Ausblick wird gemäss einer kürzlich durchgeführten Umfrage der Bank of Canada unter Firmenchefs verhalten optimistisch beurteilt.
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Bravo Loonie!
[07.04.2010]
Ja, das tut gut für das nationale Selbstbewusststein, vor allem gegenüber dem südlichen Nachbarn.
Der Loonie, das heisst der kanadische Dollar, ist - nach zwei Jahren - wieder gleich viel wert wie ein US Dollar. Dieser (temporäre?) Gleichstand füllt in diesen Tagen als Thema fast soviele Zeitungsspalten wie Hockey.
Mit der Wirtschaft in Kanada geht es aufwärts, der Finanzhaushalt scheint (im Urteil von Investoren) unter Kontrolle zu sein, die steigenden Rohstoffpreise spülen zusätzliches Geld in die Kasse, die Banken haben - dank angeordneten Restriktionen - das Finanz-Waterloo gut überstanden. Viel besser als die USA.
Kanada ist stolz auf seinen Loonie und mit Blick in den Süden schwingt denn auch ein bisschen Schadenfreude mit.
(Informationen zu Wechselkurse in den CAD)
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CAD/CHF: Trend steigend
[06.01.2010]
Bankanalysten sehen noch weiteres Potenzial für einen noch stärkeren Kurs des kanadischen Dollars gegenüber dem Schweizer Franken. So wird vorausgesagt, dass spätestens gegen Ende 2011 die US-Zinsen aber wieder höher und damit attraktiver werden, was den Can$ schwächen wird.
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Mehr Lohn!
[30.09.2009]
Zum ersten Mal seit fast über einem Jahr steigen die (durchschnittlichen) Löhne wieder. So die Statistik. Im Durchschnitt beziehen Arbeitnehmende 824 $ pro Woche (Stand Juli 2009). Am stärksten nahmen die Löhne in den Sektoren Bildung, Verwaltung und im Gesundheitswesen zu. Geographisch lagen Newfoundland And Labrador, Manitoba, PEI und Alberta gemessen an der prozentualen Lohnerhöhung vorne. Schlusslicht bilden - wen wundert's angesichts der wirtschaftlichen Situation - Ontario und Quebec.
(Angaben zu Gehälter und Minimallöhnen in Kanada)
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Knappes Haushaltsgeld
[22.09.2009]
In Kanada leben (bereits) 6 von 10 Haushalte von Paycheck zu Paycheck. Dies gemäss einer Umfrage der Canadian Payroll Association. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei aber nicht nur um eine Entwicklung bei tiefen Einkommen handelt. - Zumindest in den USA kämpfen gemäss einer anderen Umfrage 30 % der Haushalte mit einem Einkommen von 100'000-plus mit den täglichen finanziellen Herausforderungen.
Das heisst: Schwierig ein Polster für den Notfall anzulegen und nicht in der Lage zu sein, für die Pensionierung vozusorgen. Die Rezession mag dafür mitverantwortlich sein, aber generell scheint man in vielen kanadischen Haushalten über den finanziellen Verhältnissen zu leben. So wird im Schnitt pro Dollar Einnahme fast anderthalb Dollar ausgegeben. Die materiellen Anreize sind halt doch gross und die Kreditkarte hat in der Vergangenheit geholfen, die Haushaltsdefizite, auch bedingt durch die in den letzten Jahren nur marginal erhöhten Löhne in Kanada, zu finanzieren.
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Mehr Lohn?
[03.09.2009]
Wer spricht denn da noch von Rezession? Schenkt man einer Umfrage Glauben, dann wollen kanadische Unternehmen im nächsten Jahr für ihre (verbliebenen) Mitarbeitenden tiefer in die Tasche greifen. Lohnerhöhungen sind angesagt. Arbeitnehmer hoffen, dass nach Worten nicht nur Taten folgen, sondern auch die Wirtschaft (nachhaltig) nach oben schwingt, sprich der Höhenflug des kanadischen Dollars (gegenüber dem US Dollar) endet und die USA nicht zu stark auf protektionistisches 'Buy American' macht. Und die Arbeitslosen? Die kämpfen weiterhin mit den Unzulänglichkeiten der Arbeitslosenkasse.
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Bottom erreicht?
[08.04.2009]
Nein, aber die ersten zarten Pflänzchen namens Aufschwung wollen einige erkannt haben. Zwar noch sehr klein, aber sie seien da, meinen einige Ökonomen. Indikatoren wie steigende Kreditvergabe oder die kürzlich erfolgte positive Performances der Aktienmärkte seien die ersten Vorboten und würden die Beobachtungen stützen. - Die Pessimisten (oder Realisten?) wenden andere Kriterien wie Arbeitslosenrate, BIP oder Konsumausgaben an und können deshalb beim besten Willen keinen 'green sprout' erkennen. Im Gegenteil, die kanadische Wirtschaft wird sich in den nächsten Monaten noch mehr zusammenziehen. Der Bottom ist also noch nicht erreicht, darüber herrscht Einigkeit.
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Optimistisches Kanada?
[26.03.2009]
In zwei Jahren sei die Wirtschafts-Krise vorbei meinen in einer kürzlich durchgeführten Umfrage 7 von 10 in Kanada Befragte. Fast die Hälfte der Interviewten ist zudem der Ansicht, dass sie die finanziellen Einbussen wettmachen können. Dies ist zwar nur eine Umfrage, doch das Ergebnis unterstützt eine weit verbreitete Meinung, wonach die Krise zwar stattfindet aber von den Medien unangemessen hoch geschaukelt wird.
(Situation Arbeitsmarkt)
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Ende Boomjahre in Alberta?
[26.02.2009]
Auch die reiche Provinz Alberta muss über ihr Budget. Noch vor ein paar Monaten ein Plus in der Rechnung prognostiziert, erwartet die Regierung nun rote Zahlen. Die Rohstoff und speziell die Ölindustrie steckt (jetzt auch) in der Krise. Zu dieser Krise gesellt sich nun auch ein beim südlichen Nachbarn aufkommendes Umweltbewusstseim, welches zumindest die Zukunft dieser Art von Ölförderung in Alberta in Frage stellt.
Die Zeiten der ungebremsten, produktionsintensiven, umweltbelastenden Förderung von Öl zu Billigpreisen werden der Vergangenheit angehören. - Der Ölrush nach Fort Murray and beyond ist in dieser Form zu Ende.
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Auto-Job-Crash
[16.12.2008]
Die Wirtschaftskrise holt auch Kanada ein. Gemäss eines Berichtes stehen offenbar über 580'000 Arbeitstellen vor dem Aus, falls die 'Big Three' zusammenbrechen würden. Produktion, Zulieferbetriebe und Verkaufsstellen wären betroffen.
Die Öffentlichkeit ist gespalten, ob Geld vom Steuerzahler für die Rettung der kanadischen Auto-Jobs aufgebracht werden soll. Befürworter sprechen von einer strukturellen Krise, der man jetzt entgegentreten muss, da sonst die Konsequenzen noch verheerender sein werden. Die Gegner denken wohl "die arroganten Autobauer sind selber schuld" und sehen nicht ein, weshalb der Steuerdollar von jemandem mit tiefen Einkommen die gewerkschaftlich bedingten hohen Löhne zahlen muss. Nicht nur Skeptiker fragen sich, ob letztendlich dann doch kanadisches Steuergeld in den USA verschwinden wird. USA first! Zu allem Ungemach ist nicht nur die Autobranche notleidend, sondern auch die Forstwirtschaft. Auch die Sektoren Bergbau und die Ölsandproduktion stottern. Wo zieht man die Grenze für staatliche Unterstützung?
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CAN Dollar verliert an Wert
[22.10.2008]
Vorbei die Zeiten, als ganze Busladungen an shoppinghungrigen KanadierInnen in die USA gekarrt wurden, um vom vorteilhaften Wechselkurs zu profitieren. Der Wind hat gedreht, der kanadische Dollar hat eine massive Abwertung erfahren und dies, obwohl eigentlich die USA in einer (tiefen) Rezession steckt und in Kanada eigentlich in einer etwas besseren wirschaftlichen Lage zu sein scheint (zu sein schien). Auch gegenüber dem Schweizer Franken hat der kanadische Dollar vorallem in den letzten Tagen Terrain verloren. Dies nachdem in den Jahren 2006 und 2007 der CAD wechselkursmässig auf und davon zog. Reisende nach Kanada sollten also den Wechselkurs im Auge behalten (und zum richtigen Zeitpunkt Geld wechseln).
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Das R-Wort
[06.10.2008]
Lange meinte man, dass Kanada der wirtschaftlichen Entwicklung der USA nicht folgen werde. Doch nicht zuletzt vor dem Hintergrund des weltweit desolaten Finanzmarktes und der wirtschaftlichen Verfassung des südlichen Nachbarn kommt es jetzt quasi amtlich von den führenden Ökonomen: (Auch) die (robuste) kanadische Wirtschaft wird in die Rezession abrutschen. Betroffen von dieser Entwicklung werden vor allem die Produktionsstandorte Ontario und Quebec sein. Fällt der Preis bei den Rohstoffen weiter, dann wird auch Westkanada darunter zu leiden haben.
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