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Bloss Mittelfeld
[01.02.2010]
In Sachen Umweltbelastung liegt Kanada im neuesten "Environmental Performance Index 2010" auf Platz 46 von insgesamt 163 untersuchten Staaten. Das bedeutet gemäss Studie eine Platzierung im ersten Drittel, aber (knapp) hinter Staaten wie Mexiko, Irland und Rumänien. Und am nächsten G8-Gipfel im naturlandschaftlich reizvollen kanadischen Vorzeigestück Muskoka werden Deutschland, Frankreich, Italien, Japan und Grossbritannien Gastgeber Harper die lange Nase machen. Sie sind nämlich in Sachen Umweltschutz (weit) voraus. Trost findet das offizielle Kanada in der
Gewissheit, den südlichen Nachbarn geschlagen zu haben.
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No Hope in Hopenhagen
[15.12.2009]
Fällt das Wort "Kanada" denkt man an die fast unendliche Weite des Landes, an die spektakuläre Landschaft, an die saubere Natur. Doch in Sachen Ökologie vermittelt das offizielle Kanada in diesen Tagen am Klimagipfel in Kopenhagen einen schlechten Eindruck. Noch immer wird in Sachen Umweltschutz hinter anderen Ländern hergeschlurft, gebetsmühlenartig das ökonomische Argument ins Feld geführt und hinter anderen Staaten - vorzugsweise die USA - in Deckung gegangen. Man gibt sich opportunistisch. Null Spirit, null Dynamik, null Leadership auf der globalen Bühne. Kanada gibt ein denkbar schlechtes Image ab und steht am Pranger.
Das Desinteresse wird aber von einem grossen Teil der Bevölkerung nicht geteilt. Separate Auftritte der Provinzen Ontario und Quebec, die für einen aggressiveren Umweltschutz eintreten, sind nicht gerade dem einheitlichen Auftritt Kanadas dienlich, helfen aber der Sache. Natürlich ist das Engagement der beiden bevölkerungsreichsten Provinzen eigennützig: so promotet beispielsweise Quebec den sauberen Energieträger Wasserkraft und Ontario möchte sich als Greentech-Standort positionieren. Das ist für die beiden Provinzen auch imagemässig gut, für das ganze Land leider zuwenig. Es braucht die Landesregierung, und die macht bis heute wenig bzw. nichts. - Schade.
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Plastiksack - das Ende naht?
[27.11.2008]
In vielen Lebensmittelläden hat sich die schlechte Angewohnheit etabliert, eingekaufte Waren fast einzelweise in (kleine) Plastiksäcke zu packen. Dies mit dem Resultat, dass selbst beim kleinen Einkauf mehrer solcher Taschen gebraucht werden. Diesem ungezügelten Plastikverbrauch wollen nun die Grossverteilergiganten Loblaws oder Sobeys entgegentreten und werden (wie IKEA, No Frills oder Superstore schon seit längerem) 5 Cents pro Plastiktasche verlangen.
Motiv Umweltschutz? Oder wollten die Retailer mit einem Kompromiss der von Toronto angedrohten schärferen Massnahmen gegen die Abfallhalden von Plastiktüten zuvorkommen? Seit längerem liegen sich Retailer und die Stadt Toronto darüber in den Haaren, wie der stetig wachsende Verpackungsabfall, der zum grössten Teil noch immer auf (offenen) Mülldeponien geworfen wird, am besten reduziert werden kann.
Wie auch immer: Nur ein kleiner umweltfreundlicher Schritt aber in die richtige Richtung.
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Zenn comes home
[07.10.2008]
Kanada baut Autos. Und zwar nicht nur US-Benziner in Oshawa, sondern auch umweltfreundliche Autos, wie der Zenn. Das kleine, 40 km/h schnelle Zero-Emission-No-Noise-Elektromobil (ZennCars) erfreut sich grosser Beliebtheit und wird verkauft, ausser in ... Kanada. Was für eine groteske Situation: Elektromobil-Know-how und Produktionsstätten in einem auch in Bezug auf Umweltschutz zwar trägen aber mittlerweilen doch zunehmend sensibilisierten Lande und die Bürokratie stemmte sich jahrelang gegen eine Zulassung. - Doch jetzt brökelt der Widerstand. Laufende Medienbegleitung und ein "Rick Mercer Report" führten wohl zum längst fälligen Umdenken. Der Ball für die Zulassung liegt jetzt bei den Provinzen. Der Zenn - zusammen mit anderen Elektro-Modellen werden in Kanada aufkreuzen.
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