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Kanada: Guter Schüler
[14.12.2010]
Die mittlerweile zum vierten Male durchgeführte Pisa-Studie zeigt, dass Kanada im internationalen Schulvergleich noch immer zu den Klassenbesten gehört. Zumindest in Bezug auf die Pisa-Kriterien. Unter über 60 teilnehmenden Staaten und Regionen belegten kanadische SchülerInnen in der Mathematik, im Lesen und in den Naturwissenschaften jeweils die vordersten Plätze. (Die Provinzen Alberta, BC, Ontario und Quebec schnitten über dem nationalen Durchschnitt ab). Und all diese Resultate trotz hohem Anteil an SchülerInnen mit Migrationshintergrund in Kanada. Natürlich wird zur Kenntnis genommen, dass diese akademischen Leistungen im internationalen Quervergleich über die Jahre leicht abgenommen haben, aber man hält (noch immer / weiterhin) einen Spitzenplatz. Und noch besser steht das Land da, wenn es darum geht, verschiedene soziale Schichten in Sinne einer Gleichberechtigung erfolgreich ins Schulsystem zu integrieren. Einer der Hauptgründe für dieses gute Abschneiden liegt in der Frühförderung. Kinder werden hier altersmässig früh eingeschult. Und die Aufteilung der Schüler in verschiedene Bildungszweige findet erst sehr spät statt.
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Back to School
[06.09.2010]
Ja, noch Ende Juni rockte Alice Coopers fast 40 Jahre alter Song "Schools out" durch manches Teenie-Zimmer und kündigte die langersehnten und laaangen Sommerferien an. Und jetzt - Ende August, anfangs September - ruft sich das neue Schuljahr indirekt über die Back-To-School-Werbung im TV in Erinnerung. Die Sommerferien gehen zu Ende und die Debatte darüber, ob so lange Sommerferien für Kinder (und Lehrer?) überhaupt noch zeitgemäss und gut sind, beginnt.
In der Meinung der Befürworter liegen die Vorteile auf der Hand: Erholen vom Schulstress, ausserschulische Fertigkeiten (in Camps oder Zusatzkursen) lernen, gemeinsame Familienferien (auf dem Cottage) verbringen oder als Aushilfe Geld verdienen.
Spätestens nach den langen Sommerferien gewinnt dann ein pädagogisch nicht unwichtiges Gegenargument im Klassenzimmer an Gewicht: Schüler haben in der 2-monatigen Auszeit soviel Schulstoff vergessen, dass es x Wochen braucht um den Wissensstand wieder à jour zu bringen.
In Kanada kann jede dritte Familie es sich finanziell nicht erlauben, ihre Kinder in einen Sportverein schicken. Zudem sind meistens beide Elternteile berufstätig und haben "nur" zwei, drei Wochen Ferien pro Jahr. Woher sollte das Geld herkommen, um Kinder in Sommer-Veranstaltungen bzw. in den Day Care zu schicken? Die Kinder für mehrere Wochen bei den Grosseltern auszulagern, belastet wohl die meisten Beziehungen. Also: Dass die Ferienkinder zu Hause herumhocken und die Zeit am Computer oder TV totschlagen ist wohl eine häufig anzutreffende Realität. Die langen Sommerferien zahlten sich früher für die Landwirtschaft aus, heute bieten sie andere, tolle Chancen für Kinder aber in erster Linie für Familien mit dem nötigen Kleingeld.
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Harte Zeiten für Studierende
[20.10.2009]
Und schon wieder werden die Studiengebühren erhöht. Und weiterhin ist die Provinz Ontario der Spitzenreiter in Sachen Studiengebühren in Kanada, sie hat nämlich die höchsten. Universitäten finanzieren sich offenbar - auch in wirtschaflichen harten Zeiten - vermehrt über die Studenten, da die öffentliche Hand zurückhaltender geworden ist. Nur: die Wirtschaftskrise trifft auch die Studenten, die speziell in diesem Jahr Schwierigkeiten hatten, einen 'summer job' zu finden, um das Studium teilweise zu finanzieren. Mit durchschnittlichen Studienkosten (tuition und residency) um die 20'000 Can$ ist halt da schon zu rechnen. Da heisst es wohl entweder: Papa kann zahlen, oder - üblicher - ein noch grösseres Darlehen ('student loan') bei der Regierung aufnehmen und am Schluss des Studiums mit einer noch grösseren Schuldenlast ins Berufsleben starten. Zu hoffen bleibt, dass bis dahin zumindest das Jobangebot wieder grösser ist.
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Back to School
[01.09.2008]
Je nach Schulkreis ein bisschen vor oder nach dem Labour Day fängt das neue Schuljahr an. Und das ist ziemlich lang: Ausser ein paar feiertagsbedingte Unterbrüche (Weihnachten, Ostern) , eine Ferienwoche in März, ein paar Freitagen wegen Lehrerfortbildung und paar "Snow Days" heisst es: Schule, Schule, Schule. Das System des fast ununterbrochenen Schuljahres hat Vorteile: Kinder sind weg, Eltern können arbeiten. Die Schüler sind unterunterbrochen in einem Lerntrott, der aber - und das ist wohl ein Nachteil - im Sommer während zweier Monate unterbrochen wird. Entsprechend langsam geht den auch der Start im Herbst vonstatten.
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